Meltdowns, Shutdowns? Entspannt euch!

Manchmal ging es rund bei uns. Emotionen überschlugen sich. Irgendwann schrien alle. Irgendwann wurde es still. Danach waren wir alle erschöpft. So als hätten wir in diesen wenigen Augenblicken all unsere Energie verpulvert. Dann fragten wir uns, was eigentlich passiert war. Wie konnte die Situation so entgleiten? Situationen wie diese kennt wohl jede Familie mit…

Manchmal ging es rund bei uns. Emotionen überschlugen sich. Irgendwann schrien alle. Irgendwann wurde es still. Danach waren wir alle erschöpft. So als hätten wir in diesen wenigen Augenblicken all unsere Energie verpulvert. Dann fragten wir uns, was eigentlich passiert war. Wie konnte die Situation so entgleiten?

Situationen wie diese kennt wohl jede Familie mit einem Kind im Autismus-Spektrum. Sogenannte Meltdowns sind auf der Tagesordnung. Meist sind die Auslöser für die Umstehenden nicht erkennbar. Oft beginnen Erzählungen mit Formulierungen wie „Ohne Grund fing er dann plötzlich an zu schreien…“. Shutdowns sind umgekehrt ein völliges Entziehen des Kindes aus der es umgebenden Umwelt. Dann sagen wir: „Aus heiterem Himmel wird sie bockig und dann spricht sie gar nicht mehr mit uns…“.

Grundsätzlich sind Kinder auf Kooperation aus. Sie wollen mit ihren primären Bezugspersonen in Beziehung treten. Kindern mit Autismus fällt das schwer. Dennoch betont die Psychologin Anat Baniel, die Jahrzehnte lang mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen arbeitete: „Wenn sie könnten, würden sie!“ Bezogen auf Meltdowns oder Shutdowns, glaubt mir, kein Kind steckt gerne fest. Auch wenn es manchmal den Anschein macht, als wären dies willentliche Provokationen. Die Scham, die sie im Nachhinein verspüren, und die Erschöpfung, die auf einen derartigen Ausbruch folgt, erzählen eine andere Geschichte. Ein Meltdown ist kein Wutanfall. Ein Shutdown ist kein Schmollen.

Weil es dem Kind schwer fällt, mit uns in Beziehung zu treten, wird es auch uns erschwert, diesen Zugang zu finden. Nur allzu leicht lassen wir uns von ihren überbordenden Emotionen mitreißen. Das ist menschlich. Nur allzu leicht schließen wir von uns auf unser Kind und interpretieren darauf aufbauend seine Reaktionen. Das ist Intuition, die wir von der Natur mitbekommen haben. Auch das ist also menschlich.

Weder im Meltdown noch im Shutdown erreichen wir unser Kind. Wie können wir ihm dennoch helfen?

Gemeinsam ergründen wir die Mechanismen hinter Meltdowns und Shutdowns. Sie lernen die Mechanismen des autonomen Nervensystems kennen und Ihr Kind dabei unterstützen, darin bestmöglich zu navigieren. Wir erforschen gemeinsam, wie Sie Ihrem Kind genügend Halt und Sicherheit geben können, so dass es sich aus seinem Überlebensmodus herauswagen kann und Resilienz aufbaut für ein volles Leben.

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